digiS > Workshops

 

Workshops

Metadaten als notwendige Bedingung zur Nach- und Benutzung von digitalen Objekten

Das „5 Star Open Data Modell“ von Tim Berners-Lee ermöglicht nicht nur den Kauf einer Tasse im W3C-Shop mit entsprechendem Aufdruck, sondern erfreut die Nutzerinnen und Nutzer ihrer Daten: semantisch angereicherte, eindeutige, strukturierte, maschinenlesbare, offen lizensierte Metadaten sind vielfältig nachnutzbar. Deshalb wollen wir diesen Daten einen ganzen Workshop widmen. Metadaten verleihen dem digitalen Content den gebührenden Glanz. Metadaten ermöglichen die erfolgreiche Verfügbarmachung ihrer Contentdaten für ihre Nutzer – sei es über ihre Webpräsentation, in Portalen wie z. B. der Deutschen Digitalen Bibliothek oder auch langfristig als linked data in entsprechenden Datenrepositorien. Je generischer das verwendete (Meta-)datenmodell, desto höher die Chance, dass ihre Daten auch noch in zehn Jahren für ihre Nutzer zur Verfügung stehen werden. Erst durch die Verwendung von normierten Vokabularen und Standards können ihre Daten kontextualisiert, erweitert und verknüpft werden und sind damit für die Nutzer (Menschen, Maschinen) nicht nur zugänglich, sondern – so keine rechtlichen Einschränkungen bestehen – auch verfügbar. Während des Workshops wollen wir Ihnen die Relevanz von Datenmodellierung und Metadatenstandards unter anderem im Hinblick auf die Zugänglichkeit, Nachnutzung und Langzeitverfügbarkeit von Objekten aufzeigen.


Ein nächster Termin im Jahr 2017 ist in Planung.

Rechtliche Fragestellungen bei Digitalisierungsprojekten

In Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten führen wir jährlich mindestens einen Workshop zu rechtlichen Fragen im Kontext von Digitalisierungsprojekten durch. Der Workshop richtet sich an Mitarbeiter von Kulturinstitutionen und gibt eine Einführung zu den Themen Urheber- und Leistungsschutzrechte.

Neben grundlegenden Fragestellungen sollen dabei auch Ihre spezifischen Fragen und Problemstellungen mit berücksichtigt werden. Zur Vorbereitung empfehlen wir Ihnen unsere von iRights erstellte "Handreichung Recht", die Sie bei uns auf der Webseite abrufen können: http://dx.doi.org/10.12752/2.0.002.2

Sollten Sie sich näher mit „open content“ beschäftigen wollen, empfehlen wir Ihnen zur weiteren Lektüre den Leitfaden „Open Content – a practical guide to using Creative Commons Licences“, eine Veröffentlichung der Deutschen UNESCO-Kommission, des Hochschulbibliothekszentrums des Landes Nordrhein-Westfalen und Wikimedia Deutschland. Der Anwalt Dr. Till Kreutzer widmet sich in diesem Leitfaden ausführlich den Vorteilen der Creative-Commons-Lizenzen und skizziert beispielhaft Anwendungsszenarien der verschiedenen freien Lizenzen.


Der Rechte-Workshop fand in diesem Jahr in enger Zusammenarbeit mit Dr. Paul Klimpel von der Anwaltspraxis iRights.Law am 14. April 2016 sowie mit Dr. Ellen Euler von der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) am 17. Oktober 2016 statt.
Mindestens ein weiterer Termin ist für das Jahr 2017 in Planung.

Technische Grundlagen der Digitalisierung

Ziel dieses Workshops ist es, technische Grundlagenkenntnisse zu vermitteln und damit die Qualität von Digitalisierungsdienstleistungen / Digitalisaten nachvollziehbar zu machen. Erläutert werden hierbei vor allem technische Verfahren und Medien (Scannen/Digitalfotografie/Filme/Audio).


Ein nächster Termin im Jahr 2017 ist in Planung.

Zeigen, Nutzen, Explorieren – digitale Sammlungen visualisieren

Der Workshop zur Visualisierung von digitalen Sammlungen richtet sich an interessierte Museums- oder Sammlungsmitarbeiter/innen, die neue Perspektiven auf ihre digitalen Sammlungen entwickeln wollen und/oder Impulse für die Nachnutzung ihrer Daten suchen. Mittels Collagen und Praxisbeispielen werden Visualisierungsansätze vermittelt und neue Formen des Zeigens, Nutzens und Explorierens von digitalen Sammlungen erprobt. Im Anschluss daran können an einem Beispiel-Datensatz Visualisierungstools ausprobiert werden und ein Blick hinter den Vorhang der Daten geworfen werden.


Am 24. November 2016 zwischen 10 Uhr und 17 Uhr geben Katrin Glinka, wissenschaftliche Mitarbeiterin im BMBF-Forschungsprojekt »VIKUS – Visualisierung kultureller Sammlungen« an der FH Potsdam und Sebastian Meier, Visualisierungsforscher und Interfacedesigner im Interaction Design Lab der FH Potsdam einen Tagesworkshop zum Thema Visualisierung digitaler kultureller Sammlungen.

Digitale Strategien für Kultureinrichtungen

Nach 25 Jahren World Wide Web und 9 Jahre Smartphone fragen wir nicht mehr nach dem ob, sondern nur noch nach dem wie wir die digitale Welt gestalten. Viele Museen und Kultureinrichtungen haben bereits ihre ersten Erfahrungen gemacht. Viele Museen haben begonnen, ihre Bestände zu digitalisieren und in professionellen Objektdatenbanken zu arbeiten. Facebook und Twitter verändern grundlegend die herkömmliche Öffentlichkeitsarbeit und neue digitale Vermittlungsformate setzen sich erfolgreich durch. Dies ist genau der richtige Zeitpunkt einen Moment innezuhalten, um die grundlegenden Veränderungen in den Kultureinrichtungen zu erfassen und basierend darauf, Konzepte und digitale Strategien für Museen und Kultureinrichtungen abzuleiten.

Der Workshop verfolgt das Ziel, in einem ersten Schritt die Elemente einer digitalen Strategie zu entwickeln, die ausdrücklich die digitalen Sammlungen in den Blick nimmt, um anschließend diesen an konkreten Einrichtungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu schärfen. Der Workshop richtet sich ausdrücklich auch an die Führungs- und Leitungsebenen der Kulturerbe-Institutionen.


Am 29. September 2016 wurde der Workshop in Kooperation mit Holger Simon durchgeführt, der u. a. bekannt ist als Mitbegründer des prometheus Bildarchives sowie der Pausanio-Akademie Köln. Prof. Simon wurde 2014 als einer der „Digitalen Köpfe“ Deutschlands ausgezeichnet.
Ein nächster Termin im Jahr 2017 ist in Planung.

Digitalisierung ist der Anfang – Langzeitverfügbarkeit ist für die Ewigkeit!

Die Sicherstellung der Langzeitverfügbarkeit ist unabdingbare Voraussetzung für die Verwertbarkeit von digitalen Kulturdaten in neuen Kontexten. Der Zugang zu diesen Daten muss im Interesse einer digitalen Wissensgesellschaft langfristig möglich bleiben. Langzeitarchivierung und Langzeitverfügbarkeit sind in diesem Sinn gleichbedeutend. Am 7. April 2016 wurde das Langzeitarchiv EWIG gelauncht. EWIG wurde von digiS und der AG „Digital Preservation“ am Zuse-Institut entwickelt. Durch das Langzeitarchiv wird sichergestellt, dass Daten aus digitalen Sammlungen nachhaltig gespeichert werden und dauerhaft nutzbar bleiben. Dazu werden über den eigentlichen Content hinaus weitreichende Informationen über den archivierten Content (Texte, Videos, Töne, Bilder, Film…) mitgespeichert.

Im digiS-Workshop zur Langzeitarchivierung wollen wir Sie zunächst darauf einstimmen, welche Probleme durch „Digital Preservation“ adressiert und gelöst werden sollen.  Wir werden auf die konzeptionellen Grundannahmen der LZA eingehen. Auf welchen Normen und Standards basiert ein vertrauenswürdiges Langzeitarchivierungssystem? Was steht hinter OAIS, PREMIS? Was bedeutet Data Curation für die Institution, die Daten an ein Langzeitarchiv übergibt? Außerdem werden wir das am Zuse Institute Berlin (ZIB) bestehende LZA-System EWIG in den Blick nehmen. Es basiert auf der Open-Source Software Archivematica. Wie funktioniert es, was bietet es für seine Nutzer?


Ein nächster Termin im Jahr 2017 ist in Planung.